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Hüfte

Durch­blutungs­störungen
Nekrose des Hüftkopfes

Bei einer Hüftkopfnekrose kommt es zu einer Durchblutungsstörung des hüftgelenkbildenden Oberschenkelknochens. Die Hüftkopfnekrose kann unterschiedliche Ursachen haben, u. a. Unfälle, Gelenkfehlstellung mit Überlastung, Kortisontherapie, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum. Nicht immer lässt sich die Ursache der Durchblutungsstörung klären.

Wann operieren?

Durch die Hüftkopfnekrose ist der gelenkbildende Knochen weniger belastbar und kann einbrechen. Dadurch kommt es zu einer Gelenkverletzung mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung. Um diesen Verlauf zu vermeiden, wird eine frühzeitige Operation empfohlen.

Was passiert bei der OP?

In den Anfangsstadien der Durchblutungsstörung kann durch ein operatives Anbohren des Oberschenkelknochens im Bereich der Hüftkopfnekrose eine Verbesserung der Durchblutung erzielt werden. Ebenfalls kann in bestimmten Fällen durch Stellungskorrekturen des Oberschenkelknochens eine verbesserte Belastung des Oberschenkelkopfes erreicht werden. Ist aber der komplette Bereich nicht mehr durchblutet und ist es bereits zu einem Einbruch des Hüftkopfes gekommen, so ist ein künstlicher Gelenkersatz des Hüftgelenkes erforderlich. Die Operation erfolgt unter stationären Bedingungen.

Nachbehandlung

Die Mobilisation erfolgt ab dem 1. Tag nach der Operation mit Hilfe der Physiotherapie an Unterarmgehstützen. Das operierte Gelenk / Bein darf für 3 bis 6 Wochen nicht voll belastet werden. Hier ist eine zeitweise Teilbelastung an Unterarmgehstützen einzuhalten. Für diesen Zeitraum ist eine medikamentöse Thromboseprophylaxe erforderlich. Nach der stationären Entlassung sollte die Physiotherapie, ggf. in Form einer stationären / ambulanten Anschlussheilbehandlung, weiter fortgesetzt werden. In der Regel ist nach einer Anbohren des Oberschenkelknochens mit einer Rehabilitation von 12 Wochen zu rechnen. Patienten müssen mit einer Arbeitsunfähigkeitszeit von 3 Monaten rechnen.

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